Beethoven, op. 14/2, G-Dur

Nothing soothes me more after a long and maddening course of pianoforte recitals than to sit and have my teeth drilled.
(George Bernard Shaw)

Es ist, als hätte Beethoven mir diese Sonate nach dem gestrigen Eintrag auf Bestellung geschrieben. Hier ist er: Der unheroische Beethoven at his best. Ich kannte die Sonate vorher überhaupt nicht, war aber von der ersten Sekunde an von ihr bezaubert. Sie ist voller Humor, voll unprätentiös dahinperlender Freude, nirgendwo triumphal auftrumpfend oder blöd vor sich hin stampfend. Eine einzige heitere und reizende Leichtigkeit.

Und da wollte ich nun einfach schnell hinschreiben: Hört sie euch selbst an!, musste dann aber auf YouTube erschüttert feststellen, wie viele große Meister des Klavierspiels in der Lage waren, diese wunderschöne Sonate bis zur Unkenntlichkeit zu verhunzen. Der immer grimmig dreinschauende Düsterbeethoven verdunkelt da offenbar so manchen Geist. Fand dann aber doch noch zwei schöne Interpretationen, vom Russen Grigori Sokolow und dem Amerikaner Richard Goode. Von Goode hatte ich, ehrlich gesagt, vorher auch noch nie was gehört, aber er nimmt das noch einen Tick leichtfüßiger als Sokolow. Den werde ich mir merken, das könnte eine große Liebe werden zwischen mir und Mr. Goode.

Ok, neue Lieblingssonate gefunden, neuen Lieblingspianisten gefunden, dann nichts wie auf zum Zahnarzt. (Leider kein Scherz.)

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